Vorlage Kleine Anfrage Willkommenskultur

Am gestrigen Donnerstag den 12.03.15 war unser Stadtverordneter Dennis Hohloch zu Besuch in der Weidenhofgrundschule am Schlaatz, um sich ein Bild von der aktuellen Situation mit dem Umgang von Flüchtlingskindern zu machen.

An der Weidenhofgrundschule werden momentan 63 Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterrichtet. Diese Kinder haben bisweilen keine oder nur rudimentäre Deutschkenntnisse und sind deswegen kaum bis gar nicht in der Lage, dem Regelunterricht zu folgen. Die Lehrer stehen hier vor schwierigen Aufgaben. Weder ist Personal in ausreichender Anzahl vorhanden noch ist dieses adäquat für die zu erledigenden Aufgaben ausgebildet.

Zum Sachstand: Die Weidenhofgrundschule ist eine von 3 Schulen in Potsdam, welche sogenannte „Willkommensklassen“ (Vorbereitungskurse) nach den Osterferien erhalten soll. In diesen sollen die ausländischen Schüler ausschließlich Deutsch lernen und vom Regelunterricht in dieser Zeit „abgekapselt“ werden. Betrachtet man das kurze Zeitfenster von noch 4 verbleibenden Wochen bis zum Ende der Osterferien, ist es geradezu erstaunlich, in welcher Verfassung sich der dazu in PLanung gezogene Raum für die Vorbereitungsklasse an der Weidenhofgrundschule befindet. Frau Goldberg (Direktorin der Weidenhofgrundschule) beklagte jedoch nicht nur den Zustand des Raumes (kaputter Bodenbelag, keine Beleuchtung für die Tafel, nicht genügend Stühle und Tische etc.) sondern auch die schwierige Zusammenarbeit mit der Fachverwaltung und dem Kommunalen Immobilienservice (KIS) der Stadt Potsdam. So soll die benötigte Farbe zur Streichung des Raumes zwar vom KIS gestellt werden, streichen müsste die Schule jedoch schon selbst. Ein Waschbecken, neuer Bodenbelag oder etwa neue Beleuchtung werde der Raum ebenfalls nicht erhalten.

Es hat den Anschein, dass die so oft gepriesene „Willkommenskultur“ der Landeshauptstadt Potsdam nur dem Zwecke der Vermarktung eines sozialen Images des Oberbürgermeisters diene, so Hohloch. Es wird dem Bürger hierbei eine Haltung gegenüber Flüchtlingen, unter dem Deckmantel einer moralischen Erhabenheit, vorgegaukelt, die man in mäßigstem Fall als pseudosozial und in Teilen Schizophren bezeichnen kann.

Aus gegebenem Anlass wurde zu dieser Thematik eine Kleine Anfrage an die Verwaltung gestellt:

Einreicher: Stadtverordneter Hohloch, Fraktion AfD

An der Potsdamer Grundschule 20 („Am Priesterweg“) in Drewitz werden momentan 5 Kinder ohne und ca. 10 weitere mit rudimentären Deutschkenntnissen betreut. Trotz Förderstunden und Einzelbetreuung durch Mittel des MBJS ist es dem Kollegium nicht möglich, diesen Kindern die Deutsche Sprache in geeigneter Weise und somit das Fundament jedweden Lernens an unseren Schulen zu lehren, da keine geeignet qualifizierten Lehrer zur Verfügung stehen (z. B. DAZ/ DAF). Eine ähnliche Situation stellt sich an der Weidenhofgrundschule dar, an welcher 63 Kinder ohne Deutschkenntnisse momentan

unterrichtet werden. Auf der Sitzung des Bildungsausschusses am 17.02 wurde mitgeteilt, dass an der Weidenhofgrundschule eine Vorbereitungsklasse eigerichtet werden soll. Ferner haben die Schule im Bornstedter Feld und die Zeppelinschule Bedarf zur Einrichtung einer Vorbereitungsklasse angemeldet.

Ich frage den Herr Oberbürgermeister:

1. Wie viele Schüler ohne/ mit rudimentären Deutschkenntnisse/n besuchen zurzeit die Potsdamer Schulen?

2. Wie ist der Sachstand bei der Planung/ Umsetzung der Vorbereitungsklassen in der Weidenhofgrundschule, der Schule im Bornstedter Feld sowie in der Zeppelingrundschule?

3. Werden alle Schüler, die einen Vorbereitungskurs der Deutschen Sprache benötigen, einen Platz in den geplanten Vorbereitungsklassen erhalten?

Kleine Anfrage_Vorlage

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